Oberfläche

Dünne Aussenverkleidung

Das Konzept für das Primat der Gewichtseinsparung ist naheliegend:
Statisch tragende Rahmenkonstruktionen aus leichtem Holz als Gerüst,
beplankt mit ca. 4 mm starken Leisten, die Kanten bzw. Ecken ummantelt mit Umleimern der jeweils passenden Holzart.

Für die Fugen- und Oberflächenversiegelung wurden Produkte verwendet,
die sich im Bootsbau für Holzaufbauten etabliert haben.

Beginn der Beplankung mit 4 mm starken Lärche-Brettchen.
Diese wurden mit PU-Leim aufgeklebt.

Zu sehen ist das Rückenteil. Der Grundrahmen besteht aus Blauglockenholz mit Eiche-Umleimern,
die Mittelstrebe zur Befestigung an der Lenksäule des Lastenrads (Bohrlöcher) ist ebenfalls aus Eiche

Detail mit letzter noch anzubringender Leiste. Sichtbar sind auch die Abstandsplättchen für eine definierte Fuge.

Links unten ist das Profil des Eicheumleimers zu erkennen

Versiegelung der Fugen

Für die Verfüllung der Fugen kam eine einkomponentige Polyurethan-Dichtmasse zum Einsatz, die speziell für die Verfugung von Stabdeckfugen im Bootsbau entwickelt wurde.
Das Material wurde grosszügig eingetragen und härtet anschließend mit der Luftfeuchtigkeit zu einer gummiartigen Masse mit hoher Reissdehnung aus.
Nach ausreichender Aushärtung ist der Dichtstoff schleifbar und ergibt eine schön strukturierte und geschlossene Fläche.

Vorbau („Handschuhfach“) mit Eiche-Plättchen beplankt vor der Verfüllung der Fugen

Vorbau nach der Verfüllung und anschließendem Schliff

Auch für das Verfugen von Innenecken wo nötig wurde der Dichtstoff verwendet

Versiegelung der Oberfläche

Hier wurde ein tief eindringender Holzsättiger (Holzöl) verwendet, wie er im Bootsbau und anderen Holzbauteilen im Aussenbereich Anwendung findet.

Das Öl verdrängt die im Holz vorhandene Feuchtigkeit und Luft und füllt die Poren mit Öl. Es ist nicht filmbildend, hat eine lange Trocknungszeit und kann nass in nass mit unzähligen Aufträgen immer tiefer eindringen und somit das Holz stabilisieren.
Ausserdem ergibt sich eine schöne, angefeuerte und seidenmatte Oberfläche.

 

Vor der „Ölung“ ….

….. nach der „Ölung“